Die ambulante Wohngruppe Goßfelden ist nach wenigen Monaten voll belegt: Neues Projekt der ambulanten Altenhilfe im Lahntal wird gut angenommen

„Wohngruppen sind ein Baustein in der Sorge für ältere und pflegebedürftige Menschen, die nicht mehr zu Hause versorgt werden können, aber in ihrem vertrauten Sozialraum bleiben möchten“, beschrieb Ernst Boltner am Tag der Einweihung im November 2019 die Bedeutung dieser Lebens- und Versorgungsform.

„Insbesondere Menschen mit Demenz werden sich in der Normalität einer Wohngruppe wohl fühlen und den Alltag in vielen Dingen miterleben und wiedererkennen“, so führte er es damals weiter aus. Viel Mitbestimmung und Mitwirkung durch die Betreuten und ihre Angehörigen ist bei dieser besonderen Wohn- und Lebensform erwünscht. „Darum ist eine ambulant betreute Wohngruppe auch genau das Richtige für Angehörige, die Entlastung suchen, aber weiterhin Verantwortung leben möchten und Interesse an echter Mitwirkung für das Leben in der Wohngruppe haben“, sagt Boltner. Und damit sind schon zwei der wichtigsten Parameter für eine zukunftsträchtige „Rund-um-die-Uhr-Versorgung“ heimpflegebedürftiger Menschen benannt: Sozialraumorientierung und Teilhabe an der Verantwortung für die Pflege älterer Menschen. Mitte Februar 2020 war es endlich soweit – die ersten Mieter zogen in die Wohngruppe ein. Es war ein hochbetagtes Ehepaar aus der Region, welches wir schon über lange Jahre durch den ambulanten Dienst der Diakoniestation Wetter versorgt hatten. „Wir können Vater und Mutter nicht auseinanderreißen“, sagte die Tochter. „Sie kennen sich seit ihrer Kindheit und sind jetzt über 60 Jahre verheiratet. Das passt doch gut mit der Wohngruppe.“ Sie hatte recht, der ältere Herr konnte sich in seiner Demenz sprichwörtlich zuhause fühlen und seine Ehefrau, orientiert, aber körperlich sehr pflegebedürftig, konnte sich mit vielen kleinen und wertvollen Mitarbeiten in den Alltag einbringen und so ihrer Zeit wieder Sinn geben. „Und ich komme und werde hier Kuchen backen“, sagte die Tochter. Und sie war da, jeden Tag, bis leider die Pandemie dem ein Ende setzte. Nach und nach zogen dann die anderen Mieter ein, bis dann Juli 2020 alle Zimmer bezogen waren. Hier zur pdf des aktuellen Grünen Fadens mit dem gesamten Artikel und noch mehr Beiträgen aus der Altenhilfe und unseren anderen Geschäftsfeldern: elisabeth-verein.de/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/Faden/GF-73.pdf