Mädchenwohngruppen

Der Bereich Mädchenwohngruppen bietet derzeit 65 vollstationäre Plätze für Kinder, Jugendliche und junge Frauen ab dem Vorschulalter. Die Mädchen und jungen Frauen befinden sich in besonderen geschlechtsspezifischen Problemlagen und bringen in der Regel traumatische Vorerfahrungen mit. Sie können aus den verschiedensten Gründen in ihren Herkunftsfamilien nicht weiterleben und benötigen längerfristig einen schützenden und begleitenden vollstationären Betreuungsrahmen.

Die Grundhaltung unserer sozialpädagogischen und Trauma pädagogischen Arbeit verstehen wir in der Orientierung an den Bedürfnissen der Mädchen. Daher sind wir stets bestrebt individuell passende Konzeptionen anzubieten sowie weiterzuentwickeln, wie die Mädchen-Pferde-Schule (MPS) – Gruppen, unser spezielles Angebot für jugendliche Schulverweigerinnen und zuletzt unsere FaM (familiär ausgerichtete und tiergestützt arbeitende) Gruppen für Mädchen ab dem Vorschulalter.

Das Rahmenangebot des Mädchenwohngruppenbereiches ermöglicht traumatisierten Mädchen und jungen Frauen die Gewähr eines sicheren Ortes in einem ausschließlich von weiblichen Betreuungskräften geführten Mädchenwohngefüge. Dabei ist es unser Ziel, bei Bedarf einen langfristigen Beziehungsrahmen bis hin zur Verselbständigung in einer eigenen Wohnung zur Verfügung zu stellen. Hierfür haben wir verschiedene Mädchen Apartmenthäuser konzipiert, die unterschiedlichen Bedürfnislagen noch vor dem Auszug in eine eigene Wohnung und ein Leben alleine und ganz auf sich gestellt, ermöglichen.

Um die Entwicklung der Mädchen kontinuierlich zu begleiten und ein konstantes Beziehungsangebot zu gewährleisten, sind eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen Bestandteil der übergreifenden Konzeption.

Der Grundsatz unserer Arbeit, die Orientierung an den subjektiven und objektiven Bedürfnissen der Mädchen, ermöglicht die Wahrnehmung des verfügbaren Potentials und der Kompetenzen der Mädchen, die in weiteren Entwicklungsprozessen aktiviert und entfaltet werden können.

Unser Leitgedanke ist, die Abwertung der Handlungen und Haltungen der Mädchen nicht fortzuführen, sondern reflexiv zu übermitteln, welche Fähigkeiten sich hier zum Schutz vor Übergriffen und grenzüberschreitenden Erlebnissen in sogenannte Verhaltensstörungen zurückgezogen haben und für die Mädchen erfahrbar zu machen, welche Kraft und positiven Stärken letztendlich in jeder Einzelnen leben.

Zur Gewährung der Prozesskontinuität sowie eines konstanten Bezugsrahmens werden die Mädchen von fest zugeordneten Bezugsbetreuerinnen begleitet, welche zuständig sind für alle elementaren Belange und gezielte pädagogische Maßnahmen und heilpädagogische Interventionen. Eine Begleitung bis zur Selbständigkeit nach Auszug aus der Gruppe in ein Verselbständigungsangebot des MWG-Bereichs bzw. ins Betreute Wohnen ist konzeptionell vorgesehen.

Rechtsgrundlage für die Aufnahme in allen unseren Mädchenwohnformen:

§ 27 in Verbindung mit § 34 SGB VIII; Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche gem. §35a SGBVIII; Hilfe für junge Volljährige gem. § 41 SGB VIII, im Einzelfall ist eine unbürokratische und spontane Inobhutnahme gem. § 42 bei bestehender Platzkapazität in einigen Gruppen möglich. Integrierte ISPE gem.§ 35 SGB VIII über gesonderte Zusatzvereinbarung als Zusatzleistung ist möglich.

Unsere Einrichtungen

Kontaktpersonen

Margret v. Pritzelwitz

Geschäftsbereichsleiterin

Tel.: 06421 1808-35
Fax: 06421 1808-40
m.pritzelwitz@elisabeth-verein.de

Anne Malag

Bereichsleiterin FaM Gruppen
und Mädchenapartmenthäuser

Tel.: 06421 1808-55
Fax: 06421 1808-40
a.malag@elisabeth-verein.de

Alexandra Böth

Stellvertr. Geschäftsbereichsleiterin
Bereichsleiterin MPS und Abt. (Heil-) Pädagogisches Reiten

Tel.: 06421 1808-37
Fax: 06421 1808-40
a.boeth@elisabeth-verein.de

Isabel Zoller

Bereichsleiterin klassische Mädchenwohngruppen

Tel.: 06421 1808-31
Fax: 06421 1808-40
i.zoller@elisabeth-verein.de